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Lilie

Lilien (Lilium) bilden eine Gattung der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) innerhalb der einkeimblättrigen Pflanzen. Lilien sind ausdauernde, krautige Pflanzen, die artabhängig eine Größe von 15 cm bis zu 3 m erreichen können. Lilien sind Geophyten, was bedeutet, dass sie nach der Wachstumsperiode sich in eine Zwiebel ziehen und in einer Ruheperiode überwintern.

Lilien-Zwiebeln haben einander überlappende Schuppen und sind nicht durch eine zusätzliche Außenhaut geschützt. Einige ihrer Wurzeln verfügen über die Fähigkeit, die Zwiebel bei Bedarf tiefer in die Erde zu ziehen, bis die ideale Tiefe erreicht ist.

Lilien bilden ihre Blüten im Sommer aus. Es lassen sich dabei drei Blütenformen unterscheiden: trompetenförmige, schalenförmige und so genannte Türkenbund-Lilien.

Bei dieser sind die Blütenblätter soweit nach hinten eingerollt, dass ihre Spitzen sich am Stiel wieder treffen und die Blüte so einem Turban ähnelt.

Lilien wachsen hauptsächlich im asiatischen Raum, insbesondere in Südost-China, Japan und im Himalaya-Raum, der als Ursprung der Gattung angesehen wird.

Die Lilie ist aufgrund ihrer Schönheit eine der am längsten vom Menschen kultivierten Blume.
In den europäischen und mediterranen Kulturen stand aufgrund ihrer strahlend weißen Farbe insbesondere die Madonnenlilie im Zentrum symbolischer Bedeutung. Die weiße Lilie ist seit der Antike ein Symbol der Reinheit und der Schönheit. Lilien eignen sich hervorragend für die Floristik und sind daher eine der beliebtesten Schnittblumen für Blumensträuße. Lilien zeichnen sich durch lange Haltbarkeit aus. Sie blühen in einem gemischten Strauß mit anderen Blumen häufig erst später auf.